Deutschland wählt den 19. Bundestag

61,5 Millionen Deutsche sind heute aufgerufen, einen neuen Bundestag zu wählen, darunter etwa drei Millionen Erstwähler. Wir sind live dabei und liefern Stimmen aus den Partei-Jugendorganisationen. Folgt uns!

[Live Blog beendet]

 

  • 13:20 Uhr Vorläufiges amtliches Endergebnis

Die Wahlbeteiligung lag bei 76,2 Prozent (2013: 71,5 Prozent).

 

  • 13:00 Uhr – So hat Deutschland gewählt

 

  • 3:00 Uhr – „Unsere Inhalte einbringen“ / FDP

„Die Liberalen haben in den vergangenen Wochen gezeigt, dass sie einen Kurswechsel der Politik anbieten. Digitalisierung, weltbeste Bildung, Europa und Vielfalt fehlten bislang in der Bundesregierung!“, sagt David Jahn von den Julis Nordberlin und Mitglied der FDP-Fraktion in der BVV Reinickendorf. Nun gilt es die anstehenden Koalitionsverhandlungen abzuwarten. Nur wenn wir unsere Inhalte in die Regierung einbringen können sollten wir einen Koalitionsvertrag unterschreiben.“ hn

 

  • 1:40 Uhr – Den Disput suchen

 

  • 23:40 Uhr – „Profil nachschärfen“ / Grüne

„Insgesamt ist das Ergebnis für uns natürlich sehr besorgniserregend. Mit der AfD ist eine rechte und menschenverachtende Partei drittstärkste Kraft, eine linke Mehrheit im Parlament ist nicht mehr vorhanden. Für uns ist das ein Auftrag, unser Profil nachzuschärfen und gute Politik besser erklärbar zu machen, um zu zeigen, dass die AfD nicht die Antworten auf die wichtigen Fragen unserer Zeit hat“, sagt Ricarda Lang aus dem Bundesvorstand von der Grünen Jugend. „Für uns ist es wichtig, dass die Grünen auch in Zukunft für eine solidarische, ökologische und menschenrechtsorientierte Politik einstehen. Angesichts des gesellschaftlichen Rechtsrucks ist das wichtiger denn je.“ hn

Casper Schumacher, Landesvorsitzender der Grünen Jugend Berlin, hat beim Straßenwahlkampf im Gespräch mit Passanten gemerkt, dass die AfD auch in Berlin viele Anhänger hinter sich bringen kann. „Es ist schon ein schlechtes Gefühl, dass die Partei so stark reingekommen ist“. Ein bisschen Feierlaune will er sich trotzdem bewahren: „Wir als Grüne Jugend haben im Wahlkampf alles gegeben und können jetzt stolz auf unsere Prozente sein.“ jh

 

  • 22:30 Uhr – Neuste Hochrechnung

 

  • 22:00 Uhr – „Man kann uns nicht mehr ignorieren“ / AfD

„Natürlich bin ich froh über das historische Ergebnis! Aus dem Nichts sind wir nun die drittstärkste Fraktion geworden! Damit hat Deutschland eine freiheitlich-patriotisch-konservative Kraft“, sagt Marc Vallendar (31) von der Jungen Alternativen und Mitglied der AfD-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus. „Natürlich bringt das auch viel Verantwortung mit sich. Ich bin mir aber sicher, dass sich unsere neuen Bundestagsmitglieder dem bewusst sind“, sagt er und zieht parallelen zu den Grünen, die seinerzeit das Parlament mit ihren Inhalten nachhaltig verändert hätten. „Ich bin auch stolz darauf, dass wir in Ostdeutschland zweitstärkste Kraft sind. Das zeigt: Man kann uns nicht mehr ignorieren.“ Den Wahlerfolg will er heute ausgiebig feiern. „Ich muss es auch“, fügt er gegenüber PolitikCafé.org hinzu. „Da wir draußen von der Antifa eingekesselt sind werden wir so lange feiern, bis die müde sind.“ hn

 

  • 21:30 Uhr – Spontane Anti-AfD-Demo am Alexanderplatz

Foto: Viktoria Willenborg

Die Stimmung ist zwar aufgeheizt, aber insgesamt bleibt es noch friedlich: Etwa 500 Menschen demonstrieren seit Bekanntwerden der Hochrechnungen vor der Wahlparty der AfD am Alexanderplatz. Die Polizei schirmt die Parteiveranstaltung ab. jh

 

  • 21:10 Uhr – Unglücklich mit Jamaika / Grüne

„16 Jahre Merkel? Was soll ich später meinen Kindern erzählen, wenn sie mich fragen, was damals unter den verschiedenen Kanzlern passiert ist? Die Antwort bleibt da leider kurz und knackig: ‚Merkel'“, konstatiert Lena (17) von der Grünen Jugend. „Das ist sehr schade und es macht mich unglücklich, dass die Grünen nun wirklichen mit der CDU und FDP koalieren werden müssen. Denn größere Unterschiede zwischen diesen Parteien könnte es kaum geben. Viele werden das Vertrauen in die Grünen verlieren und vielleicht zu den Linken wechseln. Eigentlich konnten wir nur verlieren.“ sb

 

  • 20:50 Uhr – SPD besser in der Opposition / Linke

Foto: Johann Stephanowitz

„Die AfD ist die grundlegende Schwierigkeit mit der alle Parteien kämpfen müssen“, sagt Louis Kresovic, Berliner Landessprecher der Linksjugend ’solid. „Mal sehen ob Schulz wirklich in die Opposition geht. Ich fände das gut, da die SPD sich dann wieder sozialer aufstellen könnte.“

„Es wird wahrscheinlich Jamaika. Derweil müssen wir in der Partei nachdenken, was wir besser machen können. Wir müssen der AfD den Kampf ansagen – im Bundestag und auf der Straße. Dass die AfD stärkste Kraft ist, lässt einen nachdenklich stimmen“, sagt Tim Fleischer, Ortsvorstand der Linken Kreuzberg. js

 

  • 20:40 Uhr – „Kopf nicht in den Sand stecken“ / SPD

„Dieser Abend ist ein schwieriger Abend. Wir dürfen den Kopf aber deswegen nicht in den Sand stecken. Der AfD überlassen wir auf keinen Fall die Oppositionsführung!“, sagt Nadine Julitz (27), Landtagsabgeordnete in Mecklenburg-Vorpommern. hn

 

  • 20:20 Uhr – „Klarer Regierungsauftrag“ / CDU

„Die CDU ist stärkste Partei geworden mit einem ganz klaren Regierungsauftrag. Darüber freuen wir uns natürlich, sind aber doch auch betrübt, dass wir einerseits nicht so gut abschneiden konnten wie in den letzten Prognosen erhofft und anderseits die AfD drittstärkste Kraft geworden ist“, sagt Florian Klawun (22) von der Jungen Union Lichtenberg. hn

 

  • 19:40 Uhr –  „Jamaika wird die AfD weiter stärken“ / Linke

Foto: Johann Stephanowitz

„Ich bin enttäuscht, ich hätte mehr erwartet. Die AfD ist ein riesen Schock. Wir werden kämpfen, einzige Alternative für mehr soziale Gerechtigkeit zu sein“, sagt David Völler (23) von der Linken-Basisorganisation „Merkste Selba Pankow“. Er hofft darauf, dass die SPD kein weiteres Mal regiert. „Die SPD ist die einzig denkbare Regierungsoption für die Linken. In der Opposition muss sie aber erst einmal wieder sozialdemokratischer werden. Wahrscheinlich wird Jamaika nicht anders als die GroKo – sie wird die AfD weiter stärken.“ js

 

  • 19:10 Uhr – Und dann kam Mutti / CDU

Foto: Linda Göttner

Zur Vollständigkeit sei noch gesagt, dass Angela Merkel aller Wahrscheinlichkeit nach die Kanzlerin der Bundesrepublik Deutschland beibt. lgö/mk

 

  • 19:00 Uhr – Aufatmen und Luft anhalten / Grüne

Foto: Johanna Hausmann

„Einerseits sind 9,5 Prozent natürlich ziemlich gut, vor allem nach den vorherigen Umfragen, die ja zwischen 7 und 8 Prozent lagen. Andererseits sind wir alle schockiert über das Ergebnis der AfD“, sagen die Wahlkämpferinnen Hannah (26) und Kaja (27) von den Grünen. jh

 

  • 18:45 Uhr – Zweite Hochrechnung

 

  • 18:35 Uhr – Scheiden tut nicht weh / CSU

„Mit dem Ergebnis bin ich zufrieden, mit uns können Koalitionen gebildet werden. Das liegt auch an der Unterstützung der Jugendlichen im Wahlkampf. Natürlich ist es schade, dass nun auch die AfD Teil der Opposition ist. Ich bin aber gespannt und freue mich, dass die SPD auch in die Opposition gehen möchte: SPD und Union driften von den Themen auseinander, in einer neuen Großen Koalition könnte keine weitere Regierungsarbeit geleistet werden“, sagt Florian Daxemberger (18), Mitglied der CSU. lg

 

  • 18:25 Uhr – Im Schatten der AfD / Linke

Schock und unheimliche Stille bei den Linken nach den ersten Prognosen. Mit aktuell 9 Prozent hätten die Linken ihr zweitbestes Ergebnis. „Die AfD stellt alles in den Schatten“, kommentiert Niklas Schenker (24), Linken-Fraktionsvorsitzender in der BVV Charlottenburg-Wilmersdorf. js

 

  • 18:15 Uhr – „AfD nicht die Oppositionsführung überlassen“ / SPD

„Die erste Prognose war ein herber Schlag für alle kämpfenden Demokratinnen und Demokraten. Nun sollten wir als SPD richtig reagieren und uns nicht erneut in eine GroKo begeben und der AfD keinesfalls die Oppositionsführung überlassen“, sagt Felix Willer (18), Kreisvorsitzender der Jusos Mecklenburgische Seenplatte. hn

 

  • 18:05 Uhr – Erste Hochrechnung

 

  • 17:40 Uhr – Anspannung und Befürchtungen

Zwanzig Minuten vor der ersten Hochrechnung grassieren bereits viele „inoffizielle Zahlen“. Alles nicht verlässlich, doch schüren sie manche Ängste: Im „Flurfunk“ des Willy-Bandt-Hauses, wie uns berichtet wird, befürchten die SPD-Anhänger bereits, dass ihre Partei bei 20 Prozent liegen könnte.

Derweil erwarten Beobachter eine gestiegene Wahlbeteiligung: Verglichen mit der letzten Bundestagswahl 2013 vermelden viele Städte mehr Urnengänge am Mittag. Hinzu kommt die gestiegene  Zahl der Briefwähler. Diese wiederum machen auch die Zahlen der Wahlforschungsinstitute anfälliger für Abweichungen vom realen Endergebnis.

 

  • 16:30 Uhr – „Auf einer Wahlparty, von der wir gut und gerne berichten“

Foto: Linda Göttner

Großer Journalistenandrang vor der CDU-Wahlparty im Konrad-Adenauer-Haus – und auch Marcel und Linda aus unserem Presseteam sind dabei! lgö/mk

 

  • 15:00 Uhr Erstis an der Urne: „Wählen statt liken“

Keine Sorge! Dein Personalausweis reicht aus. Jetzt musst du nur noch das richtige Wahllokal finden. (hn)

 

  • 14:45 Uhr – „Der Hund hat die Wahlbenachrichtigung gefressen?!“

Keine Sorge! Dein Personalausweis reicht aus. Jetzt musst du nur noch das richtige Wahllokal finden. (hn)

 

  • 14:30 Uhr – Bei Erstwählern nachgefragt

„Es ist unser Privileg, eine Stimme zu haben. Und es ist unsere Chance, die Zukunft demokratisch und frei zu gestalten“, sagt Yasmin (18). „Nichtwählen ist für mich unverständlich. Wir leben in turbulenten Zeiten, in denen es wichtig ist, ein klares Zeichen für Respekt und Solidarität, sowie Frieden und Einigkeit zu setzten.“ Wie sie sich informiert hat? „Meine Wahl auf einen Kandidaten war stark von den Wahlplakaten abhängig. Sie haben mein Interesse geweckt, mich mit den Programmen dieser Partei auseinanderzusetzten. Das Internet und die TV-Duelle waren auch hilfreich.“ 

Bruno (29) lebt schon seit 22 Jahren in Deutschland, hat aber erst im vergangegen Jahr die deutsche Staatsbürgerschaft und damit auch das Wahlrecht erhalten. „Das war mir ein sehr wichtiges Anliegen. Denn gerade als junger Mensch ist es mir wichtig, dass Politik nicht nur von realitätsfernen, alten Männern gemacht wird.“ Besonders das Thema Rente war ihm bei dieser Wahl wichtig. „Die Renten muss heute, morgen und auch übermorgen noch reichen. Viele meiner Freunde, teilweise hochqualifiziert, sorgen sich, dass sie im Alter in die Armut rutschen. Denn durch die verfehlte Wohnmarktreform und überteuerte Preise bleibt nichts, um fürs Alter vorzusorgen.“ (dh)

Mehr auf politikorange.de!

 

  • 13:00 UhrWahlbeteiligung in Berlin um 12:00 Uhr bei 27,2 Prozent

„Besondere Vorkommnisse wurden nicht gemeldet“, geben die Landeswahlleiter von Berlin am Mittag bekannt. Bis 12:00 Uhr gaben bereits 27,2 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme ab. Die Beteiligung liegt in der Bundeshauptstadt zu diesem Zeitpunkt nur um 0,1 Prozentpunkte höher als im Vergleich zur vergangen Bundestagswahl am 22. September 2013. Am höchsten ist die Wahlbeteiligung am Mittag in Treptow-Köpenick mit 33,0 Prozent, verhaltener gehen es die Neuköllner (24,4 Prozent) und Wahlberechtigte in Berlin-Mitte (24,8 Prozent) an. (hn)

 

  • 12:30 Uhr – Politisches Speeddating am Vorabend

Tim Fleischer (Linksjugend ’solid), Clarissa Höhle (Julis), Ricarda Lang (Grüne Jugend), Endrik Schulte (Junge Union), Annika Klose (Jusos) und Marc Vallendar (Junge Alternative) sind auf Einladung der Jungen Presse Niedersachsen gestern Abend zu Gast beim politischen Speeddating. Ab 18:00 Uhr liefern sie ihre persönliche Einschätzung zu den Hochrechnungen. (hn)

 

  • 12:00 Uhr – Für die ganz schnellen Wähler…

 

  • 10:00 Uhr – Los geht’s!

Seit zwei Stunden sind die Wahllokale geöffnet. Den ganzen Tag sind wir mit unserem Live Blog dabei, begleiten Erstwähler, liefern Einschätzungen und sind natürlich bei den Wahlpartys ab 18:00 Uhr – wie immer mit jungen Stimmen aus den Partei-Jugendorganisationen.

Ruf uns gern an (+491716248077), folgt uns auf Twitter (#PolitikCafé) oder kommt direkt zu uns in die Redaktion in Berlin-Mitte!

Auf geht's! Unser Live Blog zur #BTW17. #PolitikCafé #medienliebe #jugendpresseistmehr #hauptstadtjournalismus

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Henrik Nürnberger (Leitung PolitikCafé), Johann Stephanowitz, Johanna Hausmann, Lilith Grull (Leitung politikorange), David Heinz, Marcel Kupfer, Linda Göttner, Silke Behling

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